Willkommen beim foodsharing Newsletter

Hallo Frühling, hallo frischer Wind!

Liebe/r liebe/r Lebensmittelretter/in,

wir wollen hier nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern auch in die Tiefe gehen. Wir von foodsharing engagieren uns für einen grundlegenden Wandel im Ernährungssystem und möchten Gedanken und Anstöße dazu künftig auch im Newsletter teilen.

(Du hast eine spannende Idee für ein kurzes Essay oder einen Gastbeitrag zu diesen Themen? Feedback und Wünsche für Themen zum Newsletter kannst du uns auch direkt an freundeskreis@foodsharing.de senden!)

Neben praktischen Tipps für den Alltag werfen wir heute also auch einen Blick auf das große Ganze:


📢 Die Verschwendung an der Wurzel packen

Wir retten täglich Tonnen an Lebensmitteln – aber machen wir uns nichts vor: Retten alleine wird die Lebensmittelverschwendung nicht lösen. Wir bekämpfen oft nur die Symptome eines kaputten Ernährungssystems. Während Länder wie Frankreich längst Versuche mit gesetzlichen Regelungen gegen Verschwendung im Handel starten, hinkt die Politik hierzulande bei verbindlichen Vorgaben hinterher.

Es braucht konkrete Maßnahmen und verbindliche Reduktionsziele entlang der gesamten Lieferkette. Aber wie können wir das konkret angehen?

Werdet vor Ort aktiv! Ein starker Hebel ist die Zusammenarbeit mit eurer Kommune. Ihr könntet euren Bezirk dabei unterstützen, eine offizielle foodsharing-Stadt zu werden oder einen eigenen Tag der Lebensmittelrettung organisieren. Infos, wie das geht, findet ihr hier:

Infos zu foodsharing-Städten Tag der Lebensmittelrettung

(Hinweis: Der zweite Link ist nur für auf foodsharing.de angemeldete Foodsaver:innen zugänglich)

🧹 Frühjahrsputz in der Vorratskammer

Bevor die frischen Frühlingssachen in die Küche einziehen, ist jetzt ein guter Moment für einen Kassensturz in der Speisekammer. Was hat sich ganz hinten im Schrank versteckt?

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen? Meist kein Problem! Viele Lebensmittel (wie Nudeln, Reis, Linsen oder Konserven) sind noch sehr lange darüber hinaus gut. Räumt die älteren Produkte einfach nach vorne und nutzt eure Sinne: Sehen, Riechen, Schmecken.

🐰 Ostern ohne Verschwendung

An den Feiertagen wird oft zu viel eingekauft. Plant eure Einkäufe bewusst und sprecht euch mit der Familie ab, wer was mitbringt.

Reste-Tipps: Zu viele hartgekochte Eier machen sich perfekt in einem herzhaften Kartoffelauflauf oder als Eiersalat. Übrig gebliebene Schokohasen lassen sich prima einschmelzen und für Kuchen, Desserts oder ein Schokofondue verwenden.

💚 Wofür wir Spenden brauchen – und warum "Nein" okay ist

Um unabhängig zu bleiben und unsere Organisation stabil zu halten, bitten wir hier regelmäßig um finanzielle Unterstützung. Diese Spenden fließen in essenzielle Hintergrundstrukturen: Datenschutz, Buchhaltung, rechtliche Absicherung und die koordinative Betreuung dieser Aufgaben. Außerdem bieten sie die Basis für die Bildungsarbeit über die foodsharing Akademie.

Genauso wichtig ist uns aber zu betonen: Wer kein Geld spenden kann oder möchte, unterstützt foodsharing nicht weniger und ist genauso eingeladen, Teil unserer Bewegung zu sein. Die Zeit und Energie, die in Orga-Arbeit, politisches Engagement und Rettungseinsätze fließen, sind und bleiben das Fundament unserer Arbeit.

Finanziell unterstützen

🌱 Saison-Check: Die Frühlingsboten

Wenn ihr auf dem Markt oder bei Abholungen seid, haltet Ausschau nach den ersten frischen Frühlingsboten. Aktuell haben Saison:

  • Bärlauch: Eignet sich hervorragend für selbstgemachtes Pesto.
  • Spinat & Rucola: Die ersten frischen Blätter für leichte Salate.
  • Radieschen: Bringen Farbe und Schärfe zurück auf den Teller.

🧑‍🍳 Kreative Resteküche: Radieschen-Schwemme?

Oft retten wir Radieschen taschenweise. Was tun, wenn sie nicht mehr ganz knackig sind?

Der Frische-Trick: Schlappe Radieschen für eine Stunde in eiskaltes Wasser legen – sie saugen sich voll und werden wieder knackig!

Radieschen-Pickles: Wenn es zu viele sind, schneidet sie in feine Scheiben und legt sie in einem Sud aus Essig, Wasser, Salz und etwas Zucker ein. Hält sich im Kühlschrank wochenlang und schmeckt super auf Brot.

Pesto-Tipp: Sind die Blätter noch frisch und grün (was bei geretteter Ware leider selten der Fall ist), könnt ihr sie mit Nüssen, Öl und Salz zu einem würzigen Pesto pürieren.

Wir wünschen einen kraftvollen Start in den Frühling!

Sophia, Mattes und Frank vom Newsletter Team

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