Unser Wertschätzungs-Tipp: Zeit statt Zeug
Hast du schon alle Geschenke? Das wertvollste Geschenk ist oft Zeit. Biete an, beim großen Weihnachtsspülen zu helfen, für die Oma einkaufen zu gehen oder organisiere eine Reste-Koch-Party für Freunde "zwischen den Jahren". Das kostet nichts und verbindet!
👥 foodsharing im Fokus: Das Wunder der stillen Tage
Wenn die Geschäfte schließen und überall die Lichterketten angehen, passiert bei foodsharing oft das eigentliche „Weihnachtswunder“. Gerade in den letzten Tagen vor dem Fest fallen in Supermärkten und Bäckereien immense Mengen an Lebensmitteln an, nur damit die Regale bis zur letzten Minute voll aussehen.
In hunderten Bezirken standen und stehen unsere Foodsaver:innen bereit, um kistenweise Mandarinen, Paletten voller Brot und bergeweise Gemüse zu retten, das sonst in der Tonne gelandet wäre.
Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich: Während andere Geschenke verpacken oder den Baum schmücken, sortiert ihr Kisten, fahrt Sonder-Einsätze und verteilt Lebensmittel in der Nachbarschaft oder an soziale Einrichtungen.
Richtig stark, wie ihr auch an den Feiertagen und "zwischen den Jahren" Abholungen übernehmt, Fairteiler pflegt und die Stellung haltet. Ihr macht Weihnachten für viele Menschen und für unseren Planeten ein ganzes Stück besser!
Eine dieser engagierten Foodsaverinnen ist Katharina. Warum foodsharing gerade zur Weihnachtszeit so wichtig ist, erzählt sie dir in einem kurzen Video. Klicke einfach auf das Bild oder den Button, um es anzusehen:
Zum Video mit Katharina!
🎡 Bezirk im Fokus: Soest
Gut vernetzt, engagiert – und kirmesfest
Foodsharing gibt es im Bezirk Soest (in Westfalen) seit 2018 und ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Heute arbeiten hier 170 engagierte Foodsaver:innen aus der Stadt und den angrenzenden Gemeinden zusammen, betreuen zahlreiche kooperierende Betriebe und organisieren mehrere Fairteiler und Ausgabestellen. Neben verschiedenen kleineren Aktionen ist ein Highlight die jährliche Allerheiligenkirmes im November.
Die Allerheiligenkirmes in Soest ist nicht nur eine der größten Innenstadtkirmessen Europas mit ca. 1 Million Besuchern in 5 Tagen, sondern auch jedes Jahr eine Herausforderung in Sachen Lebensmittelverschwendung. Für den Bezirk Soest ist sie inzwischen zu einem festen Termin im Jahreskalender geworden – inklusive Planung, Absprachen und Teamkoordination.
Nach Rücksprache mit den Budenbetreiber:innen zogen in diesem Jahr zum dritten Mal an jedem der 5 Kirmesabende Foodsaver:innen gut vorbereitet los und retteten, was am nächsten Tag nicht mehr verkauft werden konnte. Am letzten Kirmestag gingen dann rund 50 Foodsaver:innen, aufgeteilt in etwa 20 Teams, an den Start. Ausgerüstet mit Bollerwagen, Kisten und jeder Menge Motivation wurden die Kirmesstände systematisch abgegangen.
Das Ergebnis: über zwei Tonnen gerettete Lebensmittel – von Obst und Gemüse über zubereitete Speisen und einzelne Zutaten bis hin zu Süßigkeiten wie Schokofrüchten. Viele Schausteller:innen waren dankbar, dass ihre überschüssigen Waren nicht im Müll landeten, sondern sinnvoll weitergegeben wurden.
Nach der Sammlung ging es zur zentralen Sammelstelle, wo die Lebensmittel gemeinsam gesichtet, sortiert und verteilt wurden. Ein Teil wanderte direkt in die Community, anderes wurde an soziale Einrichtungen weitergegeben, unter anderem an die Soester Tafel.
Auch wenn der Einsatz bis spät in den Abend dauerte, war die Stimmung durchweg positiv. Viele Helfer:innen berichteten, dass gerade solche Aktionen zusammenschweißen – über Bezirksgrenzen hinweg, denn auch die umliegenden Bezirke halfen fleißig mit.
Ein großes Dankeschön geht an alle Foodsaver:innen, die bei der Kirmesaktion 2025 dabei waren – für Organisation, Muskelkraft, Ausdauer und gute Laune. Der Einsatz zeigt einmal mehr, was möglich ist, wenn ein Bezirk gut vernetzt ist und sich auch an große Rettungsaktionen herantraut.
Inspiration gesucht? Vielleicht ist die Soester Kirmes-Rettung ja auch Inspiration für ähnliche Aktionen in anderen Regionen? Der Bezirk teilt seine Erfahrungen gerne.
💚 Gemeinsam retten wir, was zu schade für die Tonne ist.
🧑🍳 Kreative Resteküche: Schoko-Weihnachtsmann-Fondue
Nach den Feiertagen stapeln sich oft die Schoko-Weihnachtsmänner, gerettet vor den Tonnen der Supermärkte.
So geht's: Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Einen Schuss Sahne (oder Pflanzensahne) dazu, damit es cremig bleibt. Dann übrig gebliebene Obststücke (vom Festessen), alte Plätzchen oder Brotstücke hineintauchen. Perfekt für Silvester!
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